Vom Jäger zum Gejagten

…um die Rollen jetzt mal klar zu verteilen: Die Bleischter sind die Gejagten, der Rest aus der Bezirksoberliga West sind die Jäger. Warum das so ist? Weil wir einfach mal gegen jede Mannschaft in der Hinrunde gewonnen haben, das erste Spiel der Rückrunde vergangenen Samstag auch für uns entscheiden konnten und weil wir gewisse Mannschaftsqualitäten haben, die wir jetzt hier dank der uns eigenen grenzenlosen Bescheidenheit nicht weiter ausführen werden.
Das letzte Spiel lief allerdings nicht ganz so reibungslos, wie sich das der geneigte Leser jetzt denken mag. Die Gastgeber aus Vilbel nahmen die Rolle des Jägers wirklich hervorragend an und lieferten sich mit uns in zumindest 2 Sätzen einen wirklich guten Schlagabtausch.
Der erste Satz ging sehr schnell rum und zählt nicht zu den eben erwähnten Bad Vilbeler-nerven-die-Bleischter-Jäger-Sätzen. Wir wurden nicht wirklich gefordert, weil die Gastgeber schlichtweg zu viele Eigenfehler produzierten, wir diverse Male den Angriff abblockten und im Großen und Ganzen vollkommen entspannt agieren konnten. Das unsere Kadaver nicht vollständig auskühlten, war aufgrund der schnuckelig warmen Umgebungstemperatur in der Halle eigentlich unmöglich, wäre aber dennoch fast geschehen. Das bei einem Zwischenstand von 23:10 ein zwischenzeitliches Wegdösen aller Spieler die Folge eines ungleichen Kräfteverhältnisses ersten Satzes war, verwundert hier nicht. Vilbel gab sich noch nicht geschlagen, was jedoch für diesen Durchgang für die Katz war. Wir gewinnen den ersten Durchgang mit 25:16.
Der zweite Durchgang gehörte zu den eben erwähnten spannenderen Sätzen. Es konnte sich keine Mannschaft mit mehreren Punkten absetzen und Vilbel gelang es plötzlich, mit gekonnten und gezielten Ballwürfen unsere Abwehrreihen zu knacken. Des Weiteren wurde uns nun die fast saunaheiße Halle zum Verhängnis. Ein Ball, der sich an schwitzende Arme schmiegt um sogleich leicht angefeuchtet zum Zuspieler eilt, freut den ambitionierten Ballvirtuosen überhaupt nicht. Der Ball flutscht und rutscht leider immer häufiger durch die zarten Pianistenfinger und bringt den ein oder anderen Bleischter Spieler des Öfteren zur Weißglut. Obwohl wir beim Stand von 25:24 einen Satzball hatten, können wir diesen nicht nutzen und Vilbel gewinnt den 2. Durchgang mit 27:25.
Ach was solls, dann schenken wir Vilbel halt den Satz. Der dritte Durchgang sollte wieder uns gehören. Schon zum Satzanfang konnten wir uns eine kleine Punkteführung erspielen und bauten diese weiter aus. Vilbel konnte das Tempo nicht halten und die Eigenfehlerquote stieg auf Seiten der Gäste wieder an. Trotzdem war bei uns irgendwie der Wurm drin und wir beschäftigten uns noch sehr mit uns selbst. Vilbel konnte diese Schwächephase jedoch nicht nutzen und wir gewinnen den Satz 25:19.
Der letzte Satz war dann sogleich der Interessanteste: Zwar nahmen wir uns vor, den Sack jetzt reißfest zu schließen, aber Vilbel warf noch einmal alles nach vorne und punktete immer wieder gegen jetzt deutlich müde Bleischter. Wir sind ja nunmehr nur Spiele gewohnt, die nach ca. 60 Min. zu Ende sind und waren ganz schön überrascht, dass Vilbel kämpferisch und mit breiter Brust uns das Leben auf dem Feld ganz schön schwer machte. Bei einem Rückstand von 17:10 wird es dann auch verdammt schwer, den Satz noch zu gewinnen. Wir haben das trotzdem geschafft – zusammen als Team. Punkt für Punkt kämpfen wir uns näher an die Gäste heran – Aufgeben ist keine Option. Sichtlich nervöse Vilbeler hatten ihr Pulver verschossen und waren gezwungenermaßen auf einmal unter Druck. Jetzt lief es bei uns wieder wie am Schnürchen und auch von Torschlusspanik keine Spur. Den Satz holen wir uns mit 25:22 nach einer grandiosen Aufholjagd. Der Satz endet halt frühestens bei 25 Punkten, nicht vorher. (Zitat Konfuzius Wedel)
Viele von uns freuen sich jetzt auf die kleine Pause während den Feiertagen. Wir haben eine super Hinrunde gespielt und das erste Spiel der Rückrunde auch für uns entschieden. So könnte es weitergehen, vielleicht ja schon mit Euch bei unserem nächsten Heimspiel am 19.01.2019.
Bleiben jetzt nur noch die obligatorisch, typischen Wünsche zu dieser Jahreszeit:
Wir wüschen Allen eine schöne, besinnliche, frohe, zur Ruhe kommende, schmeckende, lustige, kalorienbombige, entspannende,…. Weihnachtszeit.

Wer möchte, kann sich auch gerne noch die Tabelle unter den Baum legen!

#Der Weihnachtsmann iss Bleischter