Unser „Bufdi“ Jenny stellt sich vor!

Jenny Doehring ist 31 Jahre alt und schon von Kindesbeinen an als Volleyballerin sowie später auch als Trainerin beim TSV aktiv. Zum ersten Mal hatte sie 1993 einen Volleyball in der Hand und lernte unter Rosi Häuser schnell die Kunst am und mit dem Ball. Schon hier zeigte sich ihr Talent für den Volleyballsport, bedingt durch ihren Ehrgeiz und starken Willen trainierte sie bereits im Alter von 13 Jahren in der Damen 1 und ein Jahr später war sie fester Bestandteil der 1. Damenmannschaft. Dort griff sie über Position 4 an und überzeugte vor allem durch ihre starken Aufschläge. 2009 wurde sie durch einen Kreuzbandriss zu einer Pause gezwungen und startete notgedrungen als Zuspielerin durch. 2013 musste sie aufgrund einer langen und schweren Krankheit erneut pausieren. Doch all das konnte sie nicht aufhalten, wieder zurück zu kommen und für den TSV aufzuschlagen.

Frage: Jenny, du arbeitest jetzt im Rahmen des BFD für den TSV Bleidenstadt. Was genau ist der BFD?
Antwort: Das Bufdi ist mit einem FSJ zu vergleichen. Ein Angebot an Frauen und Männer jeden Alters, die sich außerhalb von Beruf und Schule für das Allgemeinwohl engagieren wollen. Eigentlich bin ich Sozialpädagogin und wollte wieder in meinen Job zurück. Allerdings hat die Krankeit mich so sehr aus der Bahn geworfen, dass ich beschlossen habe, erst einmal mit etwas Einfachem und Sinvollem anzufangen.
Frage: Wie lange geht so was?
Antwort: In der Regel kann man das Bufdi zw. 12-18 Monate lang machen.
Frage: Arbeitest du ausschließlich in der Volleyball-Abteilung oder auch für den Gesamtverein?
Antwort: Die meiste Zeit verbringe ich in der Volleyballabteilung. Neu hinzugekommen ist noch das Kinderturnen im Sport- und Jugendzentrum.
Frage: Welche Ziele hast hast du persönlich für deine Arbeit?
Antwort: Mein Ziel ist es, mich als Trainerin weiter zu entwickeln und den Kindern sowie Jugendlichen den Spaß am Sport zu vermitteln.
Frage: Was motiviert dich bei deiner täglichen Arbeit?
Antwort: Die größte Motivation ist das ständige „Besserwerden“ aller Trainierenden sowie das positive Feedback der Kinder und Jugendlichen.
Frage: Wie ist die Resonanz bisher im Verein und bei den Kindern?
Antwort: Es ist einfach nur grossartig. Da ich auch an einigen Schulen Training gebe, spricht sich das schnell herum. Einige Kinder bringen ihre Freunde mit, die dann so begeistert sind, dass sie wieder kommen. Seit ich das Training mache erlebe ich einen stetigen Anstieg der Trainingsbeteiligung.
Frage: Was war dein bisher schönstes Erlebnis/ beste Erfahrung im Rahmen des BFD?
Antwort: Aktuell betreue ich die U-Turniere. Diese gehen immer einen ganzen Tag lang. Die Höhen und Tiefen mitzuerleben ist einfach toll. Man fiebert bei jedem Punkt am Spielfeldrand mit und freut sich natürlich über die Siege. Das schönste Kompliment war für mich, als mir eine Spielerin unter Tränen sagte, dass sie jetzt die Angabe von oben kann und dass ich es ihr beigebracht habe.

Da ich das Vereinsgeschehen seit 25 Jahren hautnah miterlebe, bemerke auch ich den den stetigen Rückgang der Mitglieder. Der fehlende Nachwuchs ist für mich ein großes Thema. Ich möchte in den 18 Monaten versuchen, neue Teams aufzubauen und die alten bestehenden Mannschaften noch besser zu machen. Dies ist für mich eine tolle Möglichkeit, mein Wissen an die junge Generation weiterzugeben und dem Verein etwas von dem zurückzugeben, was ich als junge Spielerin empfangen habe.

Jenny, vielen Dank für die offenen Worte!

Das Interview führte Jochen Wolf