Krönender Saisonabschluss der Meister-Bleischter

Im letzten Spiel der Saison belohnten sich die Bleischter mit einem 3:0 Auswärtssieg gegen den Tabellendritten aus Elz. Da es für uns letztendlich um nichts mehr ging (Wir sind Meister, wir berichteten), hätte uns das Spiel eigentlich auch peripher tangieren können. Um ehrlich zu sein, hat es das auch, ABER, wir wollten uns mit einer meisterhaften Leistung aus dieser Saison verabschieden und den Gästen aus Elz nicht einfach 3 Punkte schenken. Und unsere Gedanken waren natürlich auch bei den Fans an den Bildschirmen zu Hause, im Public Viewing in den Fanmeilen oder einfach in der Stammkneipe nebenan, die eine geile Mannschaft gewinnen sehen wollten. Die versprochenen Prämien des Vereins (Hohe Geldbeträge, Autos, Reisen und Immobilien) spornten uns auch ein wenig an.

Weiterhin galt es auch eine fast vergessene Blutfehde aus längst vergangenen Tagen zu bereinigen (seinerzeit verlor man in der Bezirksliga das einzige Spiel der Saison in der Hasenstallhalle gegen die Elzer). Entsprechend motiviert starteten wir also mit einer neuen Aufstellung in den ersten Satz. Patrick, unser etatmäßiger Wunderpritscher, konnte sich auf der Libero-Position austoben und Christian Rabe startete das erste Mal in der Saison ohne Knieprobleme auf dem Diagonalposten. Des Weiteren brummte die Linke-Klebe Hannes als Zuspieler und Bumm-Bumm-André in der Mitte. Vervollständigt wird André durch den nichts anbrennend lassenden „Scharf“-Richter Peter. Maximus und Wedel Senior vergnügten sich auf den Außenpositionen.

Wenn man die Elzer Halle jetzt kennt, muss man zwangsläufig zu dem Rückschluss kommen, dass Elz einfach alle Spiele in der Miniaturhalle gewinnen muss. Die Bleischter stellen sich jedoch sehr schnell auf die ungünstigen Spielbedingungen ein und donnerten weniger Bälle an die Hallendecke als gedacht. Am End ist auch der Elzer-Volleyball rund und muss übers Netz. Wir stehen gut in Block und Feldabwehr und Hannes schafft es immer wieder alle Angreifer gut in Szene zu setzen. Problemlos gewinnen wir den ersten Satz und wechseln die Seiten.
Und was erwartet uns denn da? Ja was ist denn das Feines? Zu der niedrigsten Hallendecke im Volleyballsport gesellen sich jetzt noch Turnerringe dazu. Wirklich fein diese Ringe! Aber juckt uns net die Bohne. Wir spielen weiter unsere Nummer runter und auch die Rotationen auf gegnerischer Seite können uns nicht beeindrucken. Wir machen weiterhin wenig Fehler auch wenn die Konzentration jetzt deutlich nachlässt. Elz schafft es nicht den Anschluss zu halten und wir gewinnen auch den zweiten Durchgang relativ klar.

Im letzten Satz haben sich die Elzer dann nochmal was vorgenommen. Aus welchem Grund auch immer. Aber dieser Satz wird am Ende spannender als die vorigen. Gegen Satzende mussten wir dann auch noch einem Rückstand von 3 Punkten hinterherlaufen was überhaupt nicht geplant war. Die Gedanken schon beim Autokorso durch Taunusstein und dem Festbankett im Taunussteiner Rathaus mit anschließender Verleihung der goldenen Ananas, ließ man diesen Satz ein wenig schleifen. Elz wittert die Chance zumindest einen Satz zu gewinnen und wirft alles in die Waagschale. Leider auch das durch jahrzehntelanges Volleyballspielen erworbene Fell und die Is-Ja-Am-End-Auch-Worscht-Einstellung. So kassierte kurz vor Schluss ein Elzer Spieler noch eine rote Karte aufgrund einer zweifelhaften Schiedsrichterentscheidung. Das Gebaren des Elzers war aber auch wirklich zum Weglaufen und erinnert stark an das Paarungsverhalten einzelner junger männlicher Personengruppen in größeren Ballungsgebieten. Naja, wenn man es braucht…
Wir gewinnen den letzten Satz und das Spiel verdient und bekommen am Ende sogar noch ein gegnerisches Bier angeboten.

Die Saison ist endlich zu Ende. Trainiert wird aber weiterhin. Mal sehen wie lange:-)
Summa Summarum war es ein gutes Spiel bei dem sich Elz auch wirklich versucht hat zu wehren.

Für all diejenigen, die keine Karte mehr für die Meisterfeier bekommen haben hier nochmal die Abschlusstabelle zum ausdrucken…