Ersatzgeschwächte Bleischter gewinnen in Wiesbaden

Ersatzgeschwächte Bleischter gewinnen in Wiesbaden

Eine deutlich dezimierte Bleischter Truppe stellte sich am Samstag gegen eine heimstarke Wiesbadener Mannschaft und behielt zum Glück die Oberhand. Eigentlich waren wir auch nur spielfähig, weil wir die starke Unterstützung der beiden mittlerweile in den Inner Circle aufgenommenen Jugend–und Herren-2-Brecher Darius und Tobias hatten. Die Moral der Truppe wird dadurch weiterhin gesteigert und es zeigt sich, dass man durchaus dazu fähig ist, gleich mehrere Ausfälle zu kompensieren. Auch, wenn wir abermals die Mannschaft ein wenig umbauen mussten und man aufgrund dessen auf dem Spielfeld einer ausgehungerten Hyänenhorde beim Chinesischen Buffet gleicht, zeigten wir am Samstag vor allem unsere kämpferische Seite.

Wir begannen den ersten Satz ein wenig fahrig und holprig und so entwickelte sich zunächst ein sehr ausgeglichenes Spiel. Die Landeshauptstädter stellten sich schnell auf unser Spiel ein. Dennoch schafften wir es, uns immer wieder im Angriff durchzusetzen – zumindest auf der Diagonalposition. Wir gewinnen den Satz ohne größeren Probleme 25:19, kamen aber trotz des Satzgewinnes nicht wirklich zu unserem gewohnten Spiel.

Der zweite Satz zeigte dies dann auch deutlich. Wiesbaden schafft es nun vor allem in der Abwehr mehrere Angriffe zu entschärfen und uns anschließend unter Druck zu setzen. Wir schwimmen mit und warteten in dieser Phase eigentlich nur auf die Toilettenpause während der Vorstellung eines 3 Stunden Blockbusters im Kino. Es drückte an mehreren Stellen gleichzeitig. Mehrere aufeinanderfolgende technische Fehler erlaubten es dem Gegner den Vorsprung immer weiter auszubauen, bis die Bleischter beim Punktestand von 16:11 für die Gastgeber endlich aufwachten und den Kampf annahmen. Wir drehten den Spieß um und kämpften uns in dieser doch heiklen Phase immer weiter heran. Wie es schon ein sehr weiser Volleyballmeister einmal gesagt hat: Bei 21:21 fängt das Spiel erst an interessant zu werden. Denn genau bis zu diesem Spielstand konnten wir fulminant aufholen, bis Wiesbaden beim Stand von 24:22 dann doch noch den Satz für sich hätte entscheiden können. Ham se abber net! Wir verteidigen mit allem an Gliedmaßen was der Körper so mitschleppt und gewinnen dank kämpferischer Leistung den Satz mit 26:24!

Im dritten Satz schafften wir es schon früh eine Führung herauszuspielen, die jedoch nicht hoch genug war, um den Satz locker zu gewinnen. Zumindest standen wir auf den einzelnen Positionen jetzt besser, was zu mehr Ruhe auf dem Feld führte. Trotz einer 3 Punkte Führungzum Satzende, holten diesmal die Wiesbadener Jungs auf und verkürzten zum 21:21. Sehr zum Unmut des Trainers, der sich noch zu gut an den zweiten Satz erinnern konnte. Genau indieser Phase ist es entscheidend nach vorne zu marschieren und sich zu konzentrieren. Zum Glück haben wir die Kurve noch rechtzeitig bekommen und behielten im richtigen Moment die Nerven. Leistungsmäßig war das eine eher schwache Kost, hat am Ende jedoch gereicht.

In der Kabine kam es dann noch einmal zu einem musikalischen Hochgenuss. Unsere Jüngsten Spieler duften ihre Playlist abspielen, was zu einer eher fragwürdigen Resonanz der vor allem älteren anwesenden Urgesteine führte. Was heutzutage alles als Musik durchgeht…Verrückt!

#Klassenprimus TSV