Bleischter Reste-Rampe erfolgreich in Weiterstadt!

Man, das war ein hartes Stück Arbeit. Hat aber verdammt viel Spaß gemacht, vollkommen
unterbesetzt und ohne große Hoffnungen auf einen Sieg den gut aufschlagenden
Weiterstädtern Paroli zu bieten. Die ansonsten gut bestückten Bleischter reisten diesmal
leider mit lediglich 6 Mann nach Weiterstadt und mussten somit gleich auf mehreren
Positionen Kompromisse eingehen. Unser etatmäßige Libero Jörn „The Catcher“ Knuth
musste diesmal über den Außenangriff gehen, unser etatmäßige Außenangreifer Frank
„LobStar“ Haubrich in die Mitte und ohne spielenden Libero konnte auch unser Mittelblocker
Peter „ich mach ́s mit Köpfchen“ Richter seine Stärken in Abwehr und Annahme zeigen.
Schon vor dem Spiel hatten wir alle ein gutes Gefühl. Da wussten wir schon, dass es nur
gemeinsam und mit viel Spaß funktionieren kann. Die meisten haben das Spiel ohne einen
Libero ja noch nie kennengelernt. Aber tatsächlich gab es früher keinen Libero. Klingt
komisch, ist aber so. Zum Glück (oder vielleicht auch leider) hat man in der Mannschaft
mittlerweile genug Erfahrung auf dem Feld stehen, die sich noch nebulös an diese Zeiten
erinnern können. Damit man in der Annahme nicht vollends wie ein verlorenes Schaf
dasteht, bedarf es vor allem einer Zutat: Kommunikation! Und zwar ne Extraportion davon.
Wir stellten uns teilweise mit einigen waghalsigen Aufstellungen in die Annahme und ich
glaube selbst der Schiri konnte nicht immer die einzelnen Positionen immer nachvollziehen.
Aber egal, wir hatten den Durchblick und konnten mit einer stabilen Annahme gegen die
starke Weiterstädter Aufschlagtruppe immer wieder den Angriff in Szene setzen. Bis auf eine
Durststrecke im zweiten Satz hat das auch konsequent funktioniert. Nach dem umkämpften
ersten Satz, den wir knapp mit 25:23 für uns entscheiden konnten, war die Stimmung noch
besser. Allerdings ging auch die Spannung ein wenig flöten, was sich im zweiten Satz auch
gleich gerächt hat. Im Vergleich zum ersten Satz haben wir verhältnismäßig zu viele leichte
individuelle Fehler gemacht und kamen wie schon angedeutet aus einer
Aufstellungssituation nicht mehr schnell genug raus. Der Satz ging vollkommen verdient mit
25:19 an die Gastgeber.
Aber wir sind ja lernfähig und damit uns diese Situation nicht nochmal so kalt erwischt,
haben wir unsere Aufstellungstaktik abermals angepasst und siehe da, wir standen wieder so
stabil wie schon im ersten Satz. Jetzt ist es ja auch so, dass man vor allem Oldtimer auch erst
einmal richtig warmfahren muss, damit sie sich schön geschmeidig in die Kurven legen
können. Und einmal auf Touren gekommen, muss man die Karren auch laufen lassen. Mit
mehreren guten Aufschlagserien, sehenswerten Block und Abwehraktionen haben wir den
Weiterstädtern so ein wenig den Zahn gezogen. Bei dem Zwischenstand von 17:9 haben wir
das Feuer trotzdem nicht ausglimmen lassen. Konzentriert und siegeshungrig legten wir uns
geschmeidig in die Siegerkurve des dritten Satzes.
Im vierten Satz mussten wir leider schnell einem 7:2 Rückstand hinterherhecheln. Und bis
zum letzten Satzdrittel waren die Gastgeber auch immer in Führung, bis wir uns zum Ende
hin schließlich wieder auf 20:20 herankämpfen konnten. Getreu dem Motto: Körperfläche
gleich Abwehrfläche (und davon haben wir reichlich zu bieten), waren gleich mehrere starke
Abwehraktionen richtungsweisend für den Satz- und Spielgewinn. Resümierend war das ein
Auftritt mit einer starken Moral, großer Leidenschaft und hervorragendem Teamgeist.
Nächsten Samstag geht es dann hoffentlich weiter gegen die Gastgeber aus Neu-Isenburg.

#Spitzenreiter, Spitzenreiter