Attraktives Ehrenamt im Sport = Zukunft der Sportvereine sichern

Abschlusstagung des DOSB-Projektes in Berlin

Abschlusstagung

Was macht Vorstandsarbeit in Sportvereinen attraktiv? Unter welchen Voraussetzungen
engagieren sich Menschen im Vorstand und wie kann man die Vorstandsarbeit konkret
weiterentwickeln? Rund 740.000 Menschen engagieren sich unter den 8,6 Millionen
Freiwilligen im Sport in der Vorstandarbeit und doch haben die ca. 90.000 Sportvereine
zunehmend Schwierigkeiten, Nachfolger für frei werdende Führungspositionen zu finden.

Das war der Ansatz für ein Projekt des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB).
Erstmalig wurden Tandems gebildet für den Zeitraum von November 2013 bis Januar 2016
aus Freiwilligenagenturen, Seniorenbüros, Sportvereinen und -verbänden. Unterschiedliche
Modelle wurden in Beilstein, Bentheim, Bremen, Chemnitz, Gelsenkirchen, Gießen,
Mühlheim/Ruhr, Nürnberger Land, Rheinisch-Bergischer Kreis, Taunusstein und Warendorf
erprobt, die bei der Abschlusstagung in Berlin vorgestellt wurden.

Berlin 09.02.2016 DOSB Attraktives Ehrenamt im Sport Abschlusstagung

Das Tandem aus Taunusstein unter der Bezeichnung „TSV-Mein Verein! Menschen
engagieren sich für Menschen!“ bestand aus der Leitstelle Älterwerden und dem TSV
Taunusstein-Bleidenstadt und war bei der Abschlusstagung durch Waltraud Möhrlein und den
TSV-Vorsitzenden Gerhard Rüppel vertreten. In 27 Monaten hatten die Tandems in
Auftaktveranstaltungen, Workshops, Info-Veranstaltungen, Zwischenworkshops,
Aktionstagen und unzähligen Gesprächsrunden ihre Modelle entwickelt, die dann in Berlin in
einem Gallery-Walk auf Messetafeln für alle Teilnehmer vorgestellt wurden. Nach der
Eröffnung durch den DOSB und die Förderer (Bundesministerium für Familie, Senioren,
Frauen und Jugend; Robert-Bosch-Stiftung; GENERALI-Zukunftsfonds) hatten die einzelnen
Tandems in verschiedenen Doppel-Workshops die Gelegenheit, ihre Modelle und Ergebnisse
einem breiteren Publikum vorzustellen. Zum Abschluss referierte Prof. Dr. Sebastian Braun
insbesondere zu dem Thema, wie es gelingen kann, gerade die Generation 45 plus fürs
Ehrenamt zu gewinnen.

Zentrale Ergebnisse der Projektarbeit zeigten sich darin, dass Ehrenamtsförderung als
strategischer Prozess angegangen werden sollte, bei dem man von Kooperationen und
Vernetzung profitieren kann. Es zeigte sich jedoch auch, dass es keine Generallösung gibt,
weil jeder Verein anders ist und eigene Ansätze braucht. Eine zielgruppenspezifische und
direkte Ansprache der potenziellen Ehrenamtlichen ist unverzichtbar. Man muss
Veränderungen als Chance begreifen und das Ehrenamt muss vor allem auch Spaß
machen.

Für das Taunussteiner Tandem wurden Maßnahmen/Umsetzung, Ergebnisse und die
Folgewirkungen auf der Messetafel für den Gallery-Walk wie folgt zusammengefasst:

Ansicht_Ehrenamt_Taunusstein_Messetafel