30. Spieltag: TSV Bleidenstadt II – SG Schlangenbad II 11:1 (4:0)

26.05.2019

Sommerliche Temperaturen über 20 Grad, ausreichend kaltes Bier im Kühlschrank, den zweiten Platz und damit die Pole Position für die Relegation inne, in Bleidenstadt war alles gerichtet für einen tollen Fußball Tag … und es wurde ein Fussballfest wie man es nicht so schnell vergessen wird.

Die Ausgangslage war klar. Bleidenstadt, seit Wochen in bestechender Form benötigte noch einen Punkt, ausgerechnet gegen das Team, das in der Vorwoche gegen den Mitstreiter um Platz 2, den TuS Huppert, unterging. Doch schon vor Anpfiff merkte man, dass alle fest entschlossen waren, das große Ziel zu erreichen.

Nach kurzer Abtastphase war es die 13te Minute da segelte eine scharf von Konrad Ringleb getretene Ecke in den Strafraum, Franz Daddario verpasste noch knapp, Sven Heuser schob den Ball kompromisslos zum 1:0 ein. Die Führung und die Kunde vom Hupperter Rückstand beflügelten den TSV, in der 26ten Minute gewann Max Kutschka den entscheidenden Ball, legte diesen auf Stefan Hasler ab und der begann zu laufen. Und lief am Ersten vorbei, No. 2, 3 und 4 störten ihn auch nicht. Wie durch Slalomstangen rannte der Bursche gefühlte 183 Meter im Vollsprint bis er allein vorm gegnerischen Tor stand, den Kopf hochnahm und überlegt zum 2:0 einschob. Chancen bis dahin nur für Bleidenstadt, doch dann der Auftritt von Abwehrmaschine Franz Daddario. Zweimal binnen Sekunden rettete der vor der eigenen Fankurve. Diese schäumte über vor Freude, als die Nummer 2 dann auch noch den eigenen Pöbel mit der „Hulk-Geste“ anheizte hielt kein Zaun mehr und der Röderweg wurde zum Hexenkessel.

Bleidenstadt spielte Fußball, Schlangenbad wusste nicht mehr wo hinten und vorne ist. One-Touch über 5, 6 Stationen, Grundline Zelz, Petschulies musste nur noch den Fuss hinhalten, 3:0.

40. Minute, wieder der überragende und für die Deutlichkeit noch einmal groß geschrieben ÜBERRAGENDE Jonathan Zelz mit Vorarbeit auf den kurz zuvor eingewechselten Johannes Heeb, der nahm den positiven Schwung der Mannschaft direkt mit auf und schoss Ball und Keeper zum 4:0 ins Tor.

Zur Halbzeit nahm man sich vor, heute gehen wir bis zum Schluss aufs Ganze! Und genau wie es endete ging es weiter… Über links (ja wer wohl) Zelz mit scharfer Hereingabe, Ringleb scheiterte noch, anders Anders, dem fiel der Ball vor die Füße, erster Kontakt, 5:0.

Bleidenstadt jetzt wie im Rausch. Schlangenbad konnte einem zu diesem Zeitpunkt leidtun. Jetzt wurde es Zeit für die große Ringleb Show. Conny, in den letzten Wochen verantwortlich für den Hauch von Messi im Bleischter Spiel wechselte plötzlich die Persönlichkeit und narrte wie einst der große Jay Jay Okocha Oliver Kahn die gesamte Hintermannschaft von Schlangenbad. Mach ichs mit links, mach ichs mit rechts, noch ein Haken, das Bällchen noch mal mit der Sohle gestreichelt, dann platzierte der Linksfuss den Ball im von sich aus gesehen rechten Eck. Wahnsinn!

Der Bleischter Mopp forderte vehement Dirk Seidel…und bekam ihn. Die erste Aktion des Vereinsrekordtorschützenkönigs führte direkt zum 7:0, ein an Petsche verursachter Elfer lies sich die lautstark geforderte Nummer 9 nicht nehmen.

Beim 8:0 gingen dann die Superlative aus. DIE Vorarbeit des Spiels in einer beispiellosen Einzelleistung von Freddy „Praller“ Wiegmann. Der nahm den Ball mit der Sohle mit, drehte sich um den Gegenspieler und die eigene Achse in Blitzgeschwindigkeit um 360Grad und legte von der Grundlinie zurück, sodass Petsche nur noch gegen den Ball rennen musste und dieser schlug ein.

Jetzt klappte alles. Ecke Heuser und der bis dahin als einziger etwas unglücklich agierende Piii schweißte die Pille unter die Latte. 9:0!!! Die Tore fielen nun im Minutentakt. Links, rechts, Schlangenbad wusste nicht mehr wie ihnen geschieht, man war sprichwörtlich nur noch das Kind, das auf dem Schulhof die Wange hinhält um links und rechts die Watschn zu kassieren.

Nächster Angriff diesmal über Petsche, der nicht zu stoppen war, Anders hält den Fuss hin, Peng!

Nicht genutzte Torchancen wurden Mangelware, jeder Schuss war jetzt ein Treffer, da konnte man sogar den versemmelten Elfmeter von überragenden Praller mit einem schmunzeln verkraften.

Als dann noch Dirk Seidel die hohe Fussballkunst auspackte und eine Flanke erst butterweich runterholte um ihn dann gekonnt ins lange Eck zu versenken staunten der am Spielfeldrand mitfiebernde, verletzte Capitano Markus Klawe und die mittlerweile in völliger Ektase feiernden Spieler der ersten Mannschaft nicht schlecht. 11:0!!! Eine solche Dominanz hatte man gefühlt noch nie miterlebt.

Die letzten 10 Minuten waren Festspiele und jeder auf dem Feld war in Gedanken schon beim ersten Kaltgetränk, es sei den Jungs verziehen dass den Schlusspunkt Schlangenbad setzte und das Endergebnis 11:1 markierte.

Fazit: Wahnsinn und mit Worten nicht zu beschreiben, wer nicht dabei war, hats nicht gelebt. Die Jungs können so stolz auf die Leistung sein und müssen diesen Aufwind mitnehmen in die Relegationsspiele, dann ist mir nicht bange….

E. Walk

Quelle: https://www.fupa.net/liga/kreisliga-b-rheingau-taunus/tabelle