28. Spieltag: TSV Bleidenstadt II – SC Daisbach 6:2

12.05.2019   TSV II gewinnt 10tes Spiel in Folge!

Lars Himmer ebnet durch starke Einzelleistung Grundstein für Heimerfolg. Zerfahrener Spieltag der Taunussteiner und Daisbach mit einer sehr soliden Vorstellung. Wer nun denkt, das 6:2 würde eine eindeutige Sprache sprechen, der war nicht am Röderweg vor Ort.

Bleidenstadt ging nach 15 Minuten durch Niko Rapits in Führung, die wie schon in der Vorwoche das wichtige 1:0 erzielte. Nach Flanke von Zelz köpfte Konrad Ringleb wuchtig, der gegnerische Keeper konnte noch parieren, den Abpraller stocherte Raptis ins Tor. Damit drehte er den bisherigen Spielverlauf auf den Kopf, denn die bis dato bessere Spielanlage hatte Daisbach. Bleidenstadt wirkte ungewohnt unkonzentriert, vor allem im defensiven Zentrum und in der Abwehr, was Daisbach immer wieder zu gefährlichen Gegenstößen einlud. Gefährlichster Mann war dabei Hoffmann, der immer wieder in 1 gegen 1 Situationen an Lars Himmer scheiterte.

Mit der nächsten Offensivaktion der Bleischter wurde Konrad Ringleb im 16er gelegt, den fälligen Strafstoß verwandelte Sven Heuser sicher zum 2:0. Direkt mit der nächsten Aktion erzielte Stefan Hassler trocken das 3:0, Bleidenstadt blieb sehr effizient, als der seit Wochen gut aufgelegte Konrad Ringleb noch zum 4:0 traf war das Ergebnis zur Halbzeit schon klar. Hassler hätte noch auf 5:0 erhöhen können, doch nach Querpass von Raptis entschied sich der Schiedsrichter auf Abseits anstatt Tor. Hier hätte der bekannteste Sohn Griechenlands eigensinniger sein sollen. Eine Rücksprache mit Köln und das Einschalten des VAR hätte die Fehlentscheidung aufgeklärt, sei es drum, zur Halbzeit blieb es beim 4:0. Das Ergebnis spiegelte aber in keinem Fall die Leistungen wieder, einzig dem über sich hinauswachsenden Lars Himmer war es zu verdanken, dass man nicht mit 4:5 den Pausentee zu sich nahm.

Zur Pause musste Trainer Norman Schlabs die zwei Säulen des Mittelfelds, Konrad Ringelb und Jo Zelz, aus dem Spiel nehmen, was angesichts der deutlichen Führung sicher keine Sorgenfalten in das Gesicht des Trainers treiben sollte, doch weit gefehlt.

Bleischt heute nicht in der Verfassung der letzten Wochen, die Herausnahme führte zu einem deutlichen Leistungsabfall, es spielten nur noch die Gäste, die sich trotz hohem Rückstands nicht mit der Niederlage zufrieden geben wollten. Erst führte ein Elfmeter zum 1:4 Anschluss, fünf Minuten später führte ein indirekter Freistoß nach fragwürdiger Entscheidung (Rückpass oder nicht) zum 2:4. Mit dem Anschlusstreffer schwächte sich Daisbach jedoch selbst, denn deren Mittelfeld-Spieler fiel durch unsportliche Beleidigungen im Jubel der Daisbacher derart negativ auf, dass der Schiedrsichter ihn des Feldes verwies. Den nun gewonnen Platz wusste Bleidenstadt nicht zu nutzen, die Ideen waren heute einfach zu kompliziert.

Als Raptis dann mit seinem Gegenspieler auf der linken Seite erst Sirtaki tanzte, dann auf Hassler durchsteckte und der nahe Strafraumgrenze rüde gefoult wurde blieb dem Schiri nichts anderes übrig als den bereits verwarnten Daisbacher ebenfalls des Feldes zu verweisen. Den folgenden Freistoß setzte Sven Heuser ans Lattenkreuz, wäre am Wochenende nur auch mal ein Schluck Zielwasser dabei gewesen. Gegen 9 Mann war der Widerstand nun gebrochen, Webert mit schöner Einzelleistung zum 5:2, Hassler nutzte per Fernschuss seine Chance zum 6:2 und seinem 2ten Treffer. In der Folge hätten weitere Treffer fallen können, es blieb aber dabei das Bleischt heute einfach zu kompliziert und im entscheidenden Moment falsch agierte.

Fazit: Nach Abpfiff bilanzierte Max Kutschka gegenüber seinem nicht mitwirkenden Capitano Markus Klawe folgerichtig: „Auch wenn das heute ein Sieg war, es fühlt sich nicht so an.“ Richtig! Aber der Griff an die eigene Nase ist genau der richtige Ansatz um gegen den kommenden Gegner Rauenthal mit einer Schippe nachgelegt das schwere Auswärtsspiel anzutreten.

E. Walk