15. Spieltag: SG Schlangenbag II – TSV Bleidenstadt II 3:2 (1:1)

04.11.2018

Im letzten Spiel der Hinrunde ging es für die zweite Garde des TSV darum seine Stellung in der Tabelle gegenüber der zweiten Mannschaft von Schlangenbad zu verteidigen und sich weiter im gesicherten Mittelfeld festzusetzen. Nach 94 Minuten mussten sich die Spieler eingestehen nicht genug dafür getan zu haben und somit lies man durch eine Niederlage die SG an sich vorbeiziehen und musste Platz 11 noch abgeben.

Schlangenbad begann forsch und zeigte den Gästen aus Bleischt gleich, wer Herr im Hause sein sollte. Bleidenstadt war immer einen Schritt langsamer, immer ein wenig unkonzentrierter, jedes Mal ein wenig schläfriger. Gleich nach 10 Minuten die erste Großchance, Flanke von links, der Stürmer der SG hielt den Fuß hin 1:0. Bis der Schiedsrichter den Arm hob und den Treffer wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannte. Glück für den TSV und das Zeichen, endlich wach zu werden? Teils teils. Über Niko Raptis wurde ein Angriff über die linke Seite nach vorn getragen, der Linksfuss setzte sich gut durch, und drückte mit viel Kampf den Ball zum 0:1 über die Linie. Aber auch hier zeigte sich der Schiedsrichter nicht mit einverstanden und pfiff das Tor aufgrund Foulspiel am Keeper zurück.

Bleischt verfiel wieder in die Anfangslethargie, diesmal griff der Schiedsrichter nicht ein und gab nach 20 Minuten den Treffer der Hausherren zum 1:0. Norman Schlabs reagierte früh, brachte Hassler und Nahu für Behring und Plasch, was 2 Minuten später mit dem ersten Ballkontakt der beiden Protagonisten zum 1:1 Ausgleich führte. Wieder Flanke von Raptis, der seine linke Seite nach vorn wie nach hinten gut beackerte, Nahu könnte einschieben, entschied sich aber dafür noch einmal quer zu legen, Hassler sagte danke und drückte die Pille über die Linie. Bleidenstadt nun mit seiner einzig guten Phase zwischen der 30ten und 45ten Minute. Startelfdebütant Klawe grätschte im Mittelfeld, Raptis rettete zweimal in höchster Not vor dem eigenen Tor, Sven Heuser mit einem gefährlichen Freistoß. Es schien, Bleischt sei am wach werden, da pfiff der Schiri zum Pausentee.

Auf das Phlegma angesprochen nahm man sich in der Kabine vor es besser zu machen und wer weiß was passiert wäre, wäre der Kopfball von Hassler nicht am Querbalken sondern in den Maschen gelandet. Aber so kam es wie es kommen musste. Bleidenstadt überhastet und nie lang im Ballbesitz verlor bei einem Einwurf Übersicht und Ordnung in der Hintermannschaft, die SG allein auf weiter Flur Richtung Strafraum, 2:1. Als dann zu allem Überfluss auch noch Nahu im 16er seinen Gegenspieler umriss, es Elfer gab und der Ze Roberto des TSV mit Gelb-rot des Feldes verwiesen wurde, passte es zu diesem gebrauchten Tag, dass Nick den Elfer noch an der Hand hatte, die Kraft des Schusses aber reichte um mit 3:1 in Führung zu gehen.

Die Bemühungen Bleischts warn nun nur noch hilflos. Lange Bälle nach vorne, die wie ein Boomerang zurück kamen und Schlangenbad zum Kontern einluden. Gefahr für das gegnerische Tor konnte nicht mehr entwickelt werden, ruhende Bälle wurden zu ungefährlich in die Box gebracht. Mit einem Freistoß gelang es Sven Heuser noch einmal 4 Minuten vor Schluss Spannung aufleben zu lassen, seine Hereingabe strich über den Scheitel von Patrick Brandt, der Torwart blieb regungslos stehen, 3:2. So hätte es die ganze Zeit laufen sollen/müssen. Schlangenbad wusste die restlichen Minuten über die Zeit zu bringen, Abpfiff.

Fazit: Wieder einmal muss sich die Mannschaft gefallen lassen eine miserable Hinrunde aufs Parkett gelegt zu haben, es war deutlich mehr drin und ist der eigenen Einstellung geschuldet, dass man lediglich als 12ter die Hinrunde abschließt. Die kommenden Aufgaben werden nun nicht leichter, mit Walluf, Huppert und Oberwalluf muss man nun gegen den Ersten, Zweiten und Dritten der Liga ran. Es gilt mit der richtigen Einstellung den „Grossen“ in die Suppe zu spucken und selbst so viel Punkte wie möglich bis Weihnachten zu hamstern.

Markus Klawe