16. Spieltag: SG Thalheim/Wilsenroth – TSV Bleidenstadt 3:3 (3:1)

21.04.2018   TSV-Team kommt über ein Remis beim Kellerkind nicht hinaus!

Bei starker Hitze startete das TSV-Team gut in die Begegnung und es schien nur eine Frage der Zeit zu sein, bis das erste Tor fällt. Die Gastgeberinnen zogen sich weit zurück und überstanden die erste Viertelstunde schadlos. Nachdem die Anfangsoffensive etwas erlahmte, fingen die Gastgeberinnen an, erste Nadelstiche zu setzen. Das Unheil begann für den TSV in der 22. Minute mit dem 1:0 für Thalheim und endete in der 30. Minute mit dem 3:0 für Thalheim. Hierbei ließ sich die TSV-Abwehr dreimal durch die Mitte düpieren und verlor die entscheidenden Laufduelle. Zunächst traf Marie Klink in der 22. Minute zum 1:0, danach Jennifer Schmidt in der 26. Minute zum 2:0 und noch einmal Marie Klink in der 30. Minute zum 3:0. Innerhalb von acht Minuten war die Partie völlig auf den Kopf gestellt. Aber bereits nach dem erneuten Anstoß durch das TSV-Team setzte Jaqueline Scheib Madeleine Nogly in Szene, die sich die Gelegenheit am linken Flügel nicht entgehen ließ und in der 31. Minute beherzt zum 3:1 einschoss. In der verbleibenden Viertelstunde bis zur Pause hatte das TSV-Team zwar gute Gelegenheiten weitere Treffer zu erzielen, scheiterte aber entweder am eigenen Unvermögen, der vielbeinigen Abwehr oder an Klapper im Tor von Thalheim.

Nach dem Seitenwechsel übernahm sofort wieder das TSV-Team die Initiative und versuchte sich weiterhin an der Defensive der Gastgeberinnen. Auch im zweiten Durchgang scheiterte die Mannschaft oft an sich selbst, indem viele aussichtsreiche Angriffe unsauber oder überhastet abgeschlossen wurden. Thalheim blieb mit zunehmender Spielzeit immer für einen gefährlichen Konter in Lauerstellung. Nach 61 Minuten dann der ersehnte zweite Treffer für das TSV-Team. Natascha Ebert spielte Madeleine Nogly an, die dieses Mal beherzt den Ball im kurzen Eck der Thalheimer Torfrau zum 3:2 unterbrachte. Dem TSV-Team blieb somit noch eine halbe Stunde Spielzeit, um die drohende Niederlage abzuwenden. Angriff auf Angriff rollte auf das Thalheimer Gehäuse, die Kugel wollte einfach nicht ins Tor. Auch in diesem Spielabschnitt fehlte dem jungen TSV-Team die Abgezocktheit, den einen oder anderen Treffer zu erzielen. Zu allem Überfluss ließ sich Hasti Barogh in der 84. Minute nach einer Provokation zu einer verbalen Entgleisung hinreißen und musste vorzeitig zum Duschen geschickt werden. Unmittelbar nach dieser Szene wurde Anette Gebauer vom rechten Verteidiger zum zentralen Angreifer beordert. In der 89. Minute war es dann so weit. Natascha Ebert spitzelte den Ball zu Anette Gebauer, die sich in zentraler Position zum Thalheimer Tor befand, sich gegen drei Gegner durchsetzte und den vielumjubelten 3:3 Ausgleichstreffer erzielte.

Fazit: Das TSV-Team hat sich das Leben selbst schwer gemacht und am Ende einen Punkt gerettet.

Werner Gebauer