10. Spieltag: TSG Wörsdorf II – TSV Bleidenstadt II 4:4 (1:3)

07.10.2018

In der Auswärtspartie bei der Zweiten Garde der TSG Wörsdorf zeigte der TSV Bleidenstadt wieder einmal seine zwei Gesichter. Bei gutem Fussballwetter musste Bleidenstadt in Wörsdorf bei der TSG antreten, die aufgrund der Spielfreiheit der ersten Mannschaft eine Wundertüte war. Aber auch Norman Schlabs konnte sich am Pool der ersten Mannschaft bedienen, was er mit der Nominierung von Radanovic und Hirschbiegel auch tat.

Es dauerte 5 Minuten, da nahm die Partie Fahrt auf. Bleidenstadt motiviert und engagiert zwang Wörsdorf zu vielen Fehlpässen, die Folge, es ergaben sich Torchancen für den TSV. Den ersten Treffer der Partie erzielte aber Wörsdorf. Nach einer Ecke köpfte Wörsdorf den Ball aufs Tor, Philippi parierte den ersten Ball noch stark, die Abwehr landete aber bei einem weiteren, freistehenden Spieler der TSG der den Kopf hinhielt und zum 1:0 einnickte.

Tolle Reaktion des TSV, man zeigte sich davon unbeeindruckt und versuchte Wörsdorf direkt wieder unter Druck zu setzen. Die Führung hielt nicht lang, da setzte Charles Charly seinen massigen Körper ein und ging bei einer Eckenhereingabe dahin wo es weh tut, in diesem Fall aber nur dem Gegner. Charly stieg hoch, und köpfte den Ball zum verdienten Ausgleich ins Wörsdorfer Gehäuse.

Plötzlich spielte Bleidenstadt gegen die quirligen Wörsdorfer sich (fast schon) in einen Rausch und gelang durch die schnellen Spitzen Pet Schuh Lies  und Hirschbiegel immer wieder in aussichtsreiche Position. Im 16er wusste sich Wörsdorf nach 30 Minuten nur noch mit einem Foul zu helfen, eiskalt verwandelte Mirko Radanovic das Spielgerät zur 1:2 Führung für den TSV.

Weiter gings….Flanke aus dem linken Halbfeld, Heiserer wusste seinen Fuss richtig hinzuhalten, 1:3. Damit hatten bestimmt die wenigsten gerechnet, Bleischt zeigte die beste erste Hälfte der Saison und verabschiedete sich mit einem 2 Tore Vorsprung in die Halbzeit.

Was dann passierte nennt man in Bleidenstadt mittlerweile das Dr. Jekyll/Mr. Hyde-Phänomen.

Als hätte es die erste Halbzeit nicht gegeben lies man sich von wütenden Angriffen und lautem Geschreie der Wörsdorfer aus dem Konzept bringen und fand keine Ruhe mehr im eigenen Spiel. Die Folge, Wörsdorf kam zu Torgelegenheiten und letztendlich zum 2:3 Anschluss Treffer.

Bleischt jetzt nur noch mit Zufall- und Verlegenheitsangriffen, Konter wurden nicht sauber ausgespielt, die Zuversicht der ersten Halbzeit war komplett geschwunden. Und trotzdem gelang es Bleidenstadt nach einer Ecke, an der Freund und Feind vorbei segelten in Person von Sven Heuser, der mustergültig gegen die Laufrichtung des Keepers köpfte den Spielstand auf 2:4 hoch zu schrauben.

Jetzt wehrt sich Wörsdorf nicht mehr und wir fahren die 3 Punkte heim! Jetzt können wir ein wenig runter schalten! Ging diese Phrase durch den Kopf einiger Spieler? Die sollten sich bitter geirrt haben, denn Wörsdorf verlor nicht den Glauben an sich und setzte alles daran die drohende Niederlage abzuwenden.

Ein Abschlag der Wörsdorfer dotzte über Nik und seine Abwehr hinweg, die TSG sagte DANKE und es stand nur noch 3:4. Als dann auch noch das 4:4 fiel war aus Bleischter Sicht die Katastrophe perfekt, eine zweimalige Zwei Tore Führung hatte man aus der Hand gegeben. Als Wörsdorf Sekunden vor Schluss zu einem letzten Konter ansetzte und den Ball nur knapp am Bleischter Gehäuse vorbei setzte waren alle heilfroh als der Schiedsrichter die Partie überpünktlich abpfiff.

Fazit: Vor dem Spiel wären alle Beteiligten sicher mit einem Punkt zufrieden gewesen, nach den ersten 45 Minuten fühlt es sich an wie zwei verlorene Punkte, die man dringend im Kampf gegen die hinteren Plätze gebraucht hätte. Eine Niederlage, die vermeidbar gewesen wäre, hätte man die Konzentration hoch gehalten und wären da nicht immer wieder diese individuellen Fehler, mit denen man sich das Leben selbst schwer macht und Punkt um Punkt liegen lässt.

Markus Klawe