07. Spieltag: DJK 1.SC SW Wiesbaden – TSV Bleidenstadt 6:0 (3:0)

29.09.2018 Gegen den Top Favoriten der Liga gab es nur eine Lehrstunde!

Zunächst spielte das TSV-Team recht ordentlich mit und machte es dem Favoriten nicht leicht, zu Torabschlüssen zu kommen. Im Spiel nach vorn brachten sogar die TSV-Angreiferinnen die Abwehr der Gastgeberinnen hier und da in Verlegenheit. Das 1:0 für die Schwarz-Weißen in der 25. Minute von Julia Bettendorf entsprang nicht einer herausgespielten Möglichkeit, sondern einem entschlossenen Nachsetzen, als die Hintermannschaft des TSV eine Situation spielerisch lösen wollte, anstatt die Kugel einfach aus der Gefahrenzone zu schlagen. Beim 2:0 für die Gastgeberinnen in der 38. Minute nahm Janine Ramolla eine Flanke volley und bugsierte die Kugel unhaltbar in den Winkel. Nur eine Minute später eine Kopie des ersten Tores. Wiederum vertändelte man den eigentlich sicheren Ball, Nutznießerin war dieses Mal Luana Carrera, die in der 39. Minute auf 3:0 erhöhte. Die 3:0 Pausenführung für Schwarz-Weiß war zwar auf Grund der Spielanteile verdient, hätte aber mit mehr Entschlossenheit der TSV-Akteurinnen um zwei Gegentreffer niedriger ausfallen können.

Mit gutem Vorsatz aus der Kabine gekommen, den Gastgeberinnen weiterhin das Leben schwer zu machen, sollte der zweite Abschnitt beginnen. Allerdings sah man in der 51. Minute erneut eine Szene, die zum 4:0 durch Julia Bettendorf führte, die vermeidbar gewesen wäre. Eine Flanke segelte durch den TSV-Strafraum, für die sich niemand verantwortlich fühlte und so ließ man der Torschützin mit einem Kopfballtreffer freien Lauf. In der folgenden Viertelstunde hielt sich das Team schadlos, hatte weitestgehend die gefährliche Offensive der Gastgeberinnen im Griff und versuchte seinerseits immer wieder selbst nach vorn zu spielen. In der 67. Minute dann doch das 5:0, eine Ecke der Gastgeberinnen fand in Mara Sophie Huefner eine Abnehmerin, die ohne gestört zu werden gegen die Laufrichtung der TSV-Torfrau einköpfen konnte. Nur drei Minuten später dann auch noch das 6:0 von Fiona De Propris, wiederum eine Kopie von Toren eins und drei. Nur die Unentschlossenheit der TSV-Defensive ermöglicht überhaupt die Torgelegenheit, auch hier hätte der Ball einfach nur weggespielt werden müssen. Bis zum Ende der Begegnung sollten aber keine weiteren Fehler mehr gemacht werden, die wenigen Abschlüsse der Gastgeberinnen fanden außerdem in Vanessa Ohler im Tor des TSV ihren Meister. Auch in den letzten zwanzig Minuten war das TSV-Team stets bemüht, selbst einen Treffer zu erzielen. Die beste Möglichkeit bot sich für Hasti Barogh, als sie ein Zuspiel von Annika Kobusch verwertete, der Schiedsrichter aber auf Abseits entschied.

Fazit: Die reifere Mannschaft hat verdient gewonnen. TSV-Team noch zu naiv.

Werner Gebauer